Am kommenden Sonntag, 30. November, stimmen Bürgerinnen und Bürger in mehreren Unterländer Gemeinden über wegweisende Projekte ab. Die Bandbreite reicht von Hallenbad-Sanierungen über Schulstrukturen bis hin zu Pflegezentren und Sportanlagen.
Bildungsreform in Bassersdorf
In Bassersdorf soll die Gemeindeordnung angepasst werden. Grund ist die geplante Schaffung einer neuen 100-Prozent-Stelle «Leitung Bildung». Die Trennung zwischen strategischer Schulführung und operativer Umsetzung soll dadurch klarer definiert und professionalisiert werden. Der Gemeinderat steht hinter dem Vorschlag.
Ersatzwahl in Buchs ZH
In Buchs wird eine Nachwahl für den Gemeinderat durchgeführt. Drei Kandidierende stellen sich zur Wahl: Aleksandra Forni (ÜWF/GLP), Patrick Kuhn (FDP) und Erwin Reichenbach (parteilos). Wer das Rennen macht, entscheidet sich am Sonntag.
Neues Bad für Embrach
Embrach will das Hallen- und Freibad Talegg umfassend sanieren. Dafür beantragt der Gemeinderat einen Baukredit von 14.94 Millionen Franken. Die Anlage soll technisch erneuert und fit für die Zukunft gemacht werden.
Zwei Grossprojekte in Kloten
In Kloten stehen gleich zwei Kreditanträge zur Abstimmung: Für das Pflegezentrum im Spitz sollen 20.93 Millionen Franken gesprochen werden – für mehr Platz, Einzelzimmer, moderne Technik und neue Sicherheitsstandards. Gleichzeitig wird das Hallenbad Schluefweg für insgesamt 83.6 Millionen Franken saniert und erweitert. Zur Abstimmung steht ein Restkredit von 36.035 Millionen Franken.
Doppelsporthalle in Neerach
In Neerach soll mit einem Objektkredit von 17.35 Millionen Franken ein neuer Sport- und Begegnungsort auf dem Areal «Sandbuck» entstehen. Geplant sind eine Doppelsporthalle sowie ein Ersatzneubau für das bestehende Mehrzweckgebäude.
Zwei Abstimmungen in Wallisellen
Wallisellen stimmt gleich doppelt ab. Erstens geht es um die barrierefreie Erschliessung des Bahnhofs mit Liften. Zwei Varianten stehen zur Wahl: vier Lifte inklusive einem beim Signumplatz für 10.242 Millionen Franken – oder drei Lifte ohne diesen für 8.110 Millionen Franken. Der Stadtrat bevorzugt die günstigere Variante. Zweitens soll das denkmalgeschützte Gebäude an der Riedenerstrasse 80 saniert und durch einen zweiten Kindergarten ergänzt werden. Dafür beantragt die Gemeinde 4.14 Millionen Franken.