Dietlikon hat einen wichtigen Schritt in Richtung Einheitsgemeinde getan. Gemeinderat und Schulpflege haben Mitte November 2025 festgelegt, wie der Transformationsprozess weitergeführt werden soll. Die Gespräche verliefen konstruktiv und mit klarer Zielsetzung: Beide Behörden wollen die Einheitsgemeinde ab 2030 einführen.
Zentral bleibt dabei die pädagogische Eigenständigkeit der Schule. Unterricht, Schulkultur und Qualitätsentwicklung sollen weiterhin unabhängig von Verwaltungsstrukturen gestaltet werden. Die politische und organisatorische Zusammenführung soll vor allem die Abläufe vereinfachen und Doppelspurigkeiten abbauen.
Warum eine Einheitsgemeinde?
Mit der Fusion von politischer Gemeinde und Schulgemeinde entstehen effizientere Entscheidungswege, abgestimmte Investitionsprozesse und eine engere Zusammenarbeit. Reibungsverluste werden reduziert, gleichzeitig bleibt die Schule als eigenständige pädagogische Institution bestehen.
Gemeinderat und Schulpflege sehen darin eine Chance, die Entwicklung von Dorf und Schule besser aufeinander abzustimmen. Ob der Schritt erfolgt, entscheidet jedoch die Bevölkerung.
Zeitplan zur Einheitsgemeinde
– 2026: Erarbeitung der organisatorischen Grundlagen, Reglemente und Strukturen.
– 2027: Vernehmlassung und Informationsveranstaltungen – die Bevölkerung bringt Fragen und Rückmeldungen ein.
– 2028: Volksabstimmung über die Einführung der Einheitsgemeinde.
– 2030: Start der neuen Organisation; die Schulgemeinde wird aufgelöst.
Transparenter Prozess
Gemeinde und Schule schaffen digitale Informationsplattformen auf ihren Webseiten. Dort sollen laufend Dokumente, Antworten auf häufige Fragen und Zugänge zum Partizipationsprozess veröffentlicht werden. Ziel ist es, die Bevölkerung von Beginn an einzubeziehen und den Reformprozess nachvollziehbar zu gestalten.