Home Region Sport Schweiz/Ausland Magazin Agenda
Region
09.01.2026

Ein Land trauert, ein Land hält inne

Bild: Symbolbild
Heute ist nationaler Trauertag in der Schweiz – Gedenken, Mitgefühl und ein stilles Zeichen der Hoffnung nach der Tragödie von Crans-Montana.

Es gibt Tage, an denen schweigt ein ganzes Land. Heute ist so ein Tag. Der nationale Trauertag steht im Zeichen der Erinnerung – an jene, die bei der Brandkatastrophe von Crans-Montana ihr Leben verloren haben, an jene, die schwer verletzt wurden, und an alle, deren Leben sich durch diese Tragödie für immer verändert hat.

Um 14 Uhr wird die Schweiz still. Für eine Minute. In dieser Minute läuten im ganzen Land die Kirchenglocken, ein gemeinsames Zeichen des Gedenkens und der Verbundenheit. Der Klang soll tragen, über Dörfer und Städte hinweg, durch die Berge und Täler – und hinein in die Herzen der Menschen.

In Martigny, im Kanton Wallis, beginnt bereits um 13.45 Uhr die zentrale Gedenkzeremonie. Organisiert vom Kanton, begleitet von der Landesregierung, Kirchen, internationalen Gästen und Delegationen aus 37 Ländern. Auch Vertreterinnen und Vertreter der Europäischen Union werden erwartet.

Bundespräsident Guy Parmelin wird sprechen. Mit Worten, die trösten sollen. Mit Worten für ein Leid, das sich nicht in Worte fassen lässt. Ihm zur Seite stehen Bundesrat Ignazio Cassis, Bundesrat Beat Jans und Bundeskanzler Viktor Rossi.

Die Fahnen auf Halbmast, der Himmel über dem Land in winterlicher Stille – und doch liegt über allem ein Gefühl von Nähe. Denn dieser Tag soll nicht nur erinnern. Er soll auch Dank sagen: an die Helferinnen und Helfer, die in den Stunden nach dem Feuer über sich hinausgewachsen sind. An die Pflegenden, die sich um die Verletzten kümmern. An alle, die da sind – für die, die allein zurückgeblieben sind.

Bundespräsident Parmelin nennt es ein «Zeichen der nationalen und internationalen Solidarität». Und tatsächlich war das, was nach der Katastrophe geschah, ein Licht in dunkler Stunde: Hilfsangebote aus aller Welt, Beileidsbekundungen, Spenden, Gesten des Mitgefühls.

Heute ist ein Tag der Trauer. Und ein Tag der Hoffnung.

Denn selbst im tiefsten Schmerz wächst oft das, was uns als Gesellschaft zusammenhält: Mitmenschlichkeit. Verbundenheit. Liebe.

Die Redaktion von zu24 verneigt sich heute in stillem Gedenken vor den Opfern von Crans-Montana. Unsere Gedanken sind bei ihren Familien, ihren Freunden, bei den Verletzten – und bei allen, die in diesen Tagen Trost suchen.

Wir sind heute ein Land.

Wir trauern. Und wir hoffen.

mj
Demnächst