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03.01.2026

Teufen: Briefkasten von Feuerwerksverbot-Initianten gesprengt

Gesprengter Briefkasten in Freienstein-Teufen
Gesprengter Briefkasten in Freienstein-Teufen Bild: z.V.g.
In betroffenen Gemeinden wurde das Feuerwerkverbot eingehalten - aber mit Ausnahmen

Weiach, Embrach, Rorbas und Freienstein-Teufen haben den Jahreswechsel weitgehend ruhig gefeiert. In diesen Gemeinden gilt seit diesem Jahr ein Böllerverbot – ein Entscheid, der an der Urne demokratisch gefällt wurde. Besonders in Unterteufen zeigt sich die Wirkung der neuen Regel eindrücklich: Eine Anwohnerin berichtet davon, dass Schätzungsweise über 99 Prozent der Bevölkerung ans Verbot gehalten haben.

In anderen Gemeinden des Zürcher Unterlands sah die Bilanz weniger erfreulich aus. Mehrfach wurde das Verbot ignoriert, Feuerwerkskörper wurden trotz klarer Regelungen abgefeuert. Die Missachtung eines Volksentscheids sorgt bei vielen für Kopfschütteln.

In Freienstein-Teufen ereignete sich zudem ein besonders gravierender Vorfall: Um 1.30 Uhr in der Silvesternacht wurde die Briefkastenanlage der Initiantin der lokalen Böllerinitiative gesprengt. Der Sachschaden liegt im mindestens vierstelligen Bereich – alle zwölf Briefkästen müssen ersetzt werden. Ein bedenkliche, mutwillige Sachbeschädigung und einem klaren Angriff auf fremdes Eigentum, welche im Vorliegenden speziellen Fall sogar als persönlicher Angriff zu werten ist.

Trotz solcher Ereignisse werten die Gemeinden das erste Jahr mit Böllerverbot als wichtigen Schritt hin zu mehr Ruhe, Sicherheit und Rücksichtnahme – für Menschen wie Tiere. Gleichzeitig zeigt die Silvesternacht auch deutlich: Regeln bleiben wirkungslos, wenn sie nicht konsequent kontrolliert werden.

Die Forderung nach einem generellen Feuerwerksverbot für Privatpersonen gewinnt - auch nach dem obigen Vorfall in Freienstein-Teufen erneut an Gewicht. Klar ist: Die Debatte hat gerade erst begonnen und wird weiter an Fahrt gewinnen.

pw
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